Mindblown: a blog about philosophy.
-
-117-
Wir haben im vergangenen Jahr versuchsweise unsere eigenen Legehennen aufgezogen. Aus gut der Hälfte der rund 50 befruchteten Eier sind männliche Küken geschlüpft, die als Hühnerbrüder mit der ganzen Herde aufgewachsen sind. Mit vier Monaten haben wir sie zum Metzger gebracht. Die Nachfrage nach Bio-Güggeli, die ein schönes Leben auf der Weide in einer kleinen…
-
-116-
Angefangen hat es ganz simpel. Im Architekturstudium druckten die Drucker immer eine zusätzliche Seite nur mit dem Namen drauf, so, dass man die Dokumente zuordnen kann. Das passierte auch, wenn man nur eine Seite ausdrucken wollte. So was Absurdes, dachte ich. Ich meldete mich, es dauerte ein Dreivierteljahr, bis sie bereit waren, das zu ändern.…
-
-115-
Dann wurde es endlich warm und schön. Gefühlte Ewigkeiten hatten wir uns nur via einen Bildschirm gesehen. Beide haben wir gute Gründe, besonders vorsichtig zu sein und deshalb war klar, dass wir uns nicht in geschlossenen Räumen treffen wollten. Unsere Gesichter und Frisuren und Mützen kannten wir bis ins Detail. Immer wussten wir, wo sich…
-
-114-
Ich bin hier am Kürbis und Zucchetti putzen. Die sind so riesig, es kommt mir vor, als würde ich meine Babys baden! Am Auenhof sind für mich unter anderem die Tiere ein Highlight. Ich bin eigentlich ein Landei, im Emmental aufgewachsen. Schon als Kind gibt es viele Fotos von mir mit Eseln, Kühen, Katzen, Ziegen…
-
-113-
In unserem Quartier gibt es eine Dreissigerzone. Dort haben unsere Kinder früher eine Rampe auf die Strasse gestellt, zum Rollbrettfahren. Wenn ein Auto vorbeikam, musste man halt die Rampe verschieben. Ein Autofahrer fuhr da mal rein in die Rampe. Das Auto hatte eine Beule, der Autofahrer fand: die Kinder sind dafür verantwortlich. Die Kinder fanden:…
-
-112-
Ich habe einfach meinen Mut zusammengenommen und bin ins Gemeindehaus von Amden, um zehn vor fünf, wie man das ja geschickterweise nicht machen sollte. Und dann kam mir einer entgegen, am Heimgehen, das war der Gemeindepräsident, und fragte: Ja, was wollen sie? Ich erzählte ihm meine Idee: ein Bücherregal mit gebrauchten Büchern zum Mitnehmen und…
-
-111-
Schon seit ich denken kann, möchte ich einmal Wildpferde in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten, sehen, wie sie leben. Ich wollte online eine Exkursion buchen und plötzlich sah ich ein Bild mit zwei Pferden in Norwegen. Ich wusste, da muss ich hin. Die Fotos waren von einer Künstlerin, die in einem Tal in Norwegen mit neun Pferden…
-
-110-
Ich bin eine der Erfinderïnnen des Ratatouille-Projekts und so kam es dazu: Seit letztem Herbst habe ich ein kleines Pensum beim aki, das ist die katholische Hochschulgemeinde. Ich mache hier einmal pro Woche ein Mittags-Buffet aus Lebensmitteln, die sonst weggeworfen worden wären. Im letzten Jahr haben Kolleginnen von mir an der Nachhaltigkeitswoche jeden Tag ein…
-
-109-
In dieser Coronazeit geht es den Kulturschaffenden ans Lebendige. Für freischaffende Künstlerïnnen ist es aktuell fast unmöglich, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Es ist wichtig, das nicht zu vergessen. Aber als Rektor der Zürcher Hochschule der Künste beobachte ich auch spannende Dinge. Gerade aus künstlerischer Sicht passiert bei uns im Moment viel. Während des Lockdowns waren…
-
-107-
Ich bin in Mombasa in Kenia aufgewachsen und habe in Nairobi studiert. Nach meinem Abschluss hatte ich keine Ahnung, was ich machen sollte. Ich fand keine Arbeit in meinem Gebiet, also suchte ich irgendetwas anderes, weil ich einen Job brauchte. Ich fand eine Anstellung als Verkäuferin im Arzneimittelverkauf, aber ich merkte schnell, dass es nicht…
Got any book recommendations?